Weltkulturerbe: Hampi

Ich in Hampi
Ich in Hampi

HampiUm 22:30 fuhren wir am Freitag mit dem Bus nach Hampi. Um 6:00 erreichten wir unser ca. 350km entferntes Ziel. Nachdem wir unser Gep├Ąck in einem einfachen G├Ąstehaus untergebracht hatten, fr├╝hst├╝ckten wir und suchten uns einen Reisef├╝hrer, der uns zu verschiedenen Tempeln begleitete und uns einen ├ťberblick verschaffte.

Hampi ist eine alte Tempelruinenstadt und war einst eine hinduistische Hauptstadt. Heute, etwa 800 Jahre sp├Ąter, geh├Ârt Hampi zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zwischen au├čergew├Âhnlichen Felsenformationen, Bananen- und Palmenhainen fanden wir die Ruinen und Bauten des untergegangenen K├Ânigreiches von Vijayanagara. Bis zur Zerst├Ârung durch die Moslems im Jahr 1565 war hier die letzte gro├če Hindu-Dynastie.

HampiEine Mittagspause legten wir im bekannten Mangotree-Caf├ę ein. Das Restaurant befindet sich direkt am Fluss unter einem riesigen Mangobaum. Naben leckerem Essen, gibt es dort viele Sorten Lassi (nat├╝rlich auch Mango Lassi). Anschlie├čend machten wir uns auf den Weg zu einer auf einem kleinen Berg gelegenen Ruine, um dort die Sonne beim untergehen zu beobachten. Bei klarem Himmel war der Anblick atemberaubend.

Am n├Ąchsten Tag besorgten wir uns eine Lagekarte und erkundeten die weiteren Sehensw├╝rdigkeiten der 30km┬▓ gro├čen Tempelanlage auf eigene Faust. So einiges erinnerte mich hier sehr stark an den Film Indiana Jones und der Tempel des Todes, dessen Handlung in Indien spielt, allerdings in Sri Lanka gedreht wurde. Am Abend lie├čen wir es uns nicht nehmen noch einmal zu sehen wie sich der Himmel der mystischen Landschaft beim Sonnenuntergang rot einf├Ąrbte. (f├╝r Gro├čansicht auf das Panorama klicken!)

In der Nacht von Sonntag auf Montag fuhren wir wieder mit dem Bus zur├╝ck nach Bangalore.

Panorama von Hampi
Panorama von Hampi

Kerala Backwaters

Hausboot auf den Kerala Backwaters
Hausboot auf den Kerala Backwaters

Kerala BackwatersVon dem, f├╝r das tropische Klima typischen, leichten Regen, lie├čen wir uns am Freitagvormittag nicht unterkriegen und mieteten, wie geplant, ein Hausboot. Die Temperatur sinkt w├Ąhrend des Regens nicht, auch die hohe Luftfeuchtigkeit bleibt unver├Ąndert. Das Hausboot unserer Wahl bot drei Schlafzimmer mit Duschen, vier Mann Personal, die sich auch um unsere Verpflegung k├╝mmerten, sowie Fernseher, DVD-Player und 5.1-Surround-Soundsystem.

Nach dem Ablegen fuhren wir direkt in die Backwaters, die sich s├╝dlich von Cochin auf einer Fl├Ąche von etwa 1900km┬▓ erstrecken. Das weit verzweigte Wasserstra├čennetz umfasst zahlreiche Seen, Fl├╝sse und Lagunen, sowie unz├Ąhlige Verbindungskan├Ąle. F├╝r die einheimische Bev├Âlkerung sind de Backwaters von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Neben Fischfang und Warentransport, werden die Gew├Ąsser zum Anbau von Nutzpflanzen, wie Cashewb├Ąume, Kokospalmen, Reis und Kautschuk genutzt.

Zum Mittagessen wurde uns Gem├╝se, frischen Fisch keralischer Art und eine gro├če Portion Reis serviert. Nach dem Essen h├Ârte es auf zu regnen. Auf den bequemen St├╝hlen genossen wir den Ausblick vorbeigleitender Palmen, machten Fotos von K├Ąhnen und Fischerbooten, tranken reichlich Tee und Kaffee. Immer wieder passierten wir auch kleine Siedlungen mitten in den Backwaters. Hier leben Reisbauern, die dem Wasser ein paar Quadratmeter Land f├╝r ihre H├╝tten abgerungen hatten.

Als es dunkel wurde legten wir an einer etwas gr├Â├čern Siedlung in den Backwaters an. Wir beschlossen von Bord zu gehen, um uns ein genaueres Bild zu verschaffen. Die Einwohner begr├╝├čten uns sehr freundlich. Beim Laufen auf den schmalen, schlammigen Gehsteigen musste man Acht geben, nicht in das Wasser zu fallen. Ein paar H├╝tten weiter, gelangen wir an eine kleine Schule, in der der Unterricht gerade begann. Tags├╝ber f├Ąllt schlie├člich genug Arbeit auf den Reisfeldern an. Die Kinder haben sich ├╝ber unseren Besuch und die mitgebrachten Kugelschreiber gefreut.

Zur├╝ck an Bord erwartete uns auch schon das Abendessen. Anstelle von Fisch gab es diesmal Chicken. Anschlie├čend sa├čen wir noch eine ganze Weile zusammen und unterhielten uns ├╝ber Buddha und die Welt.

In der Nacht klarte es dann etwas auf. Auf dem Hausboot lies es sich sehr gut schlafen, zumindest als Passagier. Die Angestellten verbrachten die Nacht auf dem Boden – ohne Decke und Kissen. W├Ąhrend wir ausf├╝hrlich fr├╝hst├╝ckten, wurden wir zur├╝ck nach Alleppey gebracht, wo wir unsere Tour wieder zu Land fortsetzten.