Reiseapotheke

Für einen längeren Aufenthalt in Indien ist es sehr ratsam eine medizinische Grundausstattung mitzubringen, da die klinische Versorgung, besonders in ländlichen Gebieten, unzureichend ist. Großstädte wie Bangalore bieten für indische Verhältnisse zwar hervorragende medizinische Versorgung, doch sollte man auch hier keine Hygiene auf westlichem Niveau zu erwarten. Wer keine HIV-Infektion riskieren möchte, sollte besser eigene Spritzen im Gepäck haben. Schließlich hat Indien bereits Südafrika als das Land mit den meisten Aidskranken überholt. ❗

Wichtig ist auch auf den Mückenschutz zu achten und ein Medikament zur notfallmäßigen Selbstbehandlung von Malaria (Stand-by-Therapie) bei sich zu haben. Besteht anhand von Beschwerden Verdacht auf Malaria und ist innerhalb von 24 Stunden kein Arzt erreichbar, muss man sich selbst durch die Einnahme der Tabletten behandeln. Auch nach erfolgreicher Selbstbehandlung sollte man so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, da auch im Nachhinein Komplikationen (hohes Fieber, Herz-Kreislauf-Beschwerden…) auftreten können.

Verbreitung von Malaria (Quelle: WHO)

Ansonsten ist es ratsam ein Medikament gegen Durchfall bei sich zu haben. Das massenweise und oftmals sogar tödliche Auftreten von Durchfallerkrankungen in Indien, ist meist auf mit Krankheitserregern verseuchtes Trinkwasser zurückzuführen. Der mit dem Durchfall einhergehende Elektrolytverlust sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Entsprechende Elektrolytlösungen schaffen Abhilfe.

  • Judith

    Hui, ganz Indien ist ja malariagefährdet! 😯

    Lass dich bloß nicht von den kleinen Blutsaugern erwischen…