Maiausflug: Schnee und Palmen

Unser Maiausflug begann am Freitag und fĂŒhrte und zuerst in das französische DĂ©partement Savoie. Auf dem hoch alpinen Gebiet lag noch viel Schnee und schien die Sonne. Nach ausreichend AbkĂŒhlung ging es fĂŒr uns weiter in Richtung Norden.

Die nÀchste Station war das Tal von Chamonix. In Chamonix fanden 1924 die ersten Olympischen Winterspiele statt. Heute ist das kleine StÀdtchen eine sehenswerte und gut besuchte Touristenmetropole mit grandiosem Blick auf den Mont Blanc.

Mit Einbruch der DÀmmerung passierten wir wieder die Grenze zur Schweiz und erreichten das unmittelbar vor Montreux gelegene Chùteau de Chillon. Die auf einem Felsen im Genfer See gebaute Wasserburg ist das meistbesuchte historische GebÀude der Schweiz.

Montreux liegt, umgeben von 2.000 Meter hohen Berggipfeln, am Genfer See. Bei subtropischem Klima konnte man auch abends getrost auf die Jacke verzichten. Zahlreiche Palmen und eine großzĂŒgige Beleuchtung zauberten eine schillernde AtmosphĂ€re. Zu Abend haben wir an der Uferpromenade Chinesisch gegessen – direkt neben der Statue von Freddie Mercury.

In der Nacht erreichten wir Lausanne. Dort ging es fĂŒr uns allerdings erst am nĂ€chsten Morgen weiter…

The Met, Apple Store & Bye Bye

Das Metropolitan Museum of Art war unsere erste Station am Dienstag. Das Museum wird hĂ€ufig einfach nur “The Met” genannt, verfĂŒgt ĂŒber 130.000 mÂČ AusstellungsflĂ€che und zĂ€hlt nahezu fĂŒnf Millionen Besucher pro Jahr. Die Sammlung besteht aus Kunstobjekten aus aller Welt, beginnt chronologisch mit der Steinzeit und reicht bis in die Moderne.

Am meisten hat mich die Ă€gyptische Kunst interessiert, die ich schon vor Ort am Roten Meer und im Alten Museum in Berlin begutachten konnte. Der lange Aufenthalt im Museum machte Hunger. Zum GlĂŒck gab es in unmittelbarer NĂ€he ein TGIF (“Thank God It’s Friday”), das uns umgehend mit viel Pepsi und leckeren Steaks (New York Strips) versorgte.

Nachdem wir gestĂ€rkt waren, besuchten wir noch einige Flagship Stores. Im Nintendo World Store trafen wir einige Freizeit-Jedi-Ritter die sich im Umgang mit dem Lichtschwert respektive der Wiimote ĂŒbten. Im Abercrombie & Fitch Store sind Models als VerkĂ€ufer angestellt und im Apple Store bekommen Kunden SIM-Lock und weitere Restriktionen als Feature angepriesen.

Mittwoch war unser letzter Tag in New York. Nach dem Auschecken waren wir den Tag ĂŒber noch im Central Park. RĂŒckblickend kann ich sagen, dass es in Manhattan sehr viel zu entdecken gibt und hier gewiss keine lange Weile aufkommt. Man darf sich dabei allerdings nicht zu sehr blenden lassen: die USA hat vor kurzem die 10 Billionen Dollar Schuldenmarke geknackt.

10.000.000.000.000 Dollar Schulden? Und dabei hat die USA noch nicht mal ein Sozialversicherungs-system? Wo ist das ganze Geld hin? Zum einen liegt es an der negativen Handelsbilanz (sogar das iPhone ist Made in China!), zum anderen an dem Kriegstreiber George W. Bush, der in Afghanistan und im Irak (Massenvernichtungswaffen!?) fĂŒr Bombenstimmung sorgt.

Abends um 21:05 flogen wir am JFK ab und erreichten dann am Donnerstag um 11:15 den Flughafen in Frankfurt.

Harlem, Central Park und MoMA

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in einer der unzĂ€hligen Kirchen Harlems. Harlem ist das “schwarze” Stadtviertel von Manhattan. Persönlichkeiten wie P. Diddy und Alicia Keys wuchsen hier auf. Der Pfarrer fragte mich noch vor Beginn der Messe nach meinem Namen und hat mich herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

Nach dem Gottesdienst machten Sebastian und ich und auf den Weg in den Central Park. Der Central Park ist die “grĂŒne Lunge” Manhattans und nimmt etwa fĂŒnf Prozent der Insel in Anspruch. Zahlreiche KĂŒnstler sind hier am Wochenende anzutreffen. Begeistern sie ihr Publikum, so verdienen sie ein paar Dollar.

Bei Sonnenuntergang machten wir uns nochmal auf den Weg in Richtung Brooklyn Bridge. Zuvor legten bei McDonalds am Times Square noch einen kurzen Zwischenstopp ein. Als wir dann die Brooklyn Bridge erreichten, war es bereits Nacht und das Bauwerk erstrahlte in voller Pracht. Die Skyline im Hintergrund vollendete den Anblick.

Am Montag besuchten wir das Museum of Modern Art (MoMA). Das Museum im Bezirk Midtown ist eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Unter den 150.000 AusstellungsstĂŒcken befinden sich auch Werke von Salvador DalĂ­ (Die BestĂ€ndigkeit der Erinnerung), Vincent van Gogh (Sternennacht) und Andy Warhol (Gold Marilyn Monroe).

Nachmittags besuchten wir das Macy’s. In unmittelbarer NĂ€he zum Empire State Building ist das Macy’s mit 200.000 mÂČ großer VerkaufsflĂ€che das grĂ¶ĂŸte Kaufhaus der Welt. Der Warenwert im Lager betrĂ€gt etwa 700 Millionen Dollar. Auf zehn Etagen gibt es in diesem Konsumtempel vieles zu entdecken.

Mit viel Kunst und Konsum ging es auch am Dienstag weiter…