Empire State Bldg.& Lady Liberty

Lange Zeit war New York die Stadt der Superlative. Diesen Rang hat New York mittlerweile an StĂ€dte wie Dubai und Shanghai abgeben mĂŒssen. Dennoch sind die Bauwerke aus jener Zeit heute immer noch atemberaubend.

Ganz speziell kommt mir dabei das Empire State Building in den Sinn. Nach dessen Fertigstellung 1931 war es mit 381 Metern das höchste GebÀude der Welt. Erst 41 Jahre spÀter, 1972 wurde es von den Twin Towers des World Trade Centers mit einer Höhe von 417 Metern abgelöst, die diesen Titel allerdings selbst nur 2 Jahre halten konnten.

Am Dienstag frĂŒh besichtigten wir das Empire State Building. Auf der 86. von 102 Etagen befindet sich die Aussichtsplattform (zu sehen im ersten Video). Von hier aus bot sich uns ein spektakulĂ€rer Blick auf Manhattan (fĂŒr Großansicht auf das Panorama klicken!) und die ImpulsivitĂ€t der Menschen. So stellte ich es mir vor: das ist New York!

Manhattan Panorama

Eine ganze Weile spĂ€ter erst zogen wir weiter. Vorbei am Madison Square Garden (MSG), der sich selbst als sich selbst als “The World’s Most Famous Arena” bezeichnet, ging es Richtung Hudson River. Dort nahmen wir an einer Bootstour entlang Manhattan teil.

WĂ€hrend der Fahrt konnte man die eindrucksvolle Skyline von Manhattan, das Financial District direkt am Ufer und die Brooklyn Bridge (zu sehen im zweiten Video) bestaunen. Ganz besonderes Augenmerk schenkte ich jedoch der Immigrantionsinsel Ellis Island, sowie der Freiheitsstatue. Diese trĂ€gt offiziell den Namen “Liberty Enlightening the World” (umgangssprachlich: “Lady Liberty”) und gehört dem UNESCO-Weltkulturerbe an.

Am nĂ€chsten Tag sollte es dann ziemlich geschichtstrĂ€chtig weiter gehen…


Delhi

Delhi hat 11,5 Millionen Einwohner und ist damit die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt Indiens und die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt der Welt. Direkt an Delhi angeschlossen ist Neu-Delhi, die Hauptstadt Indiens, in der “nur” 330.000 Menschen leben. Faktisch bilden beide Distrikte jedoch eine urbane Einheit.

Am spĂ€ten Samstagabend checkten wir in einem kleinen Hotel in Delhi ein. Nach dem FrĂŒhstĂŒck stand das Rote Fort auf dem Programm. Wie das am Vortag besichtigte Rote Fort in Agra ist auch das Rote Fort in Delhi Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Es ist das grĂ¶ĂŸte Bauwerk in Delhi, wurde von 1639 bis 1648 erbaut und ist dem Fort in Agra nachempfunden. Ein Burggraben umgibt weitlĂ€ufige Hallen, luxuriöse MarmorpalĂ€ste, eine Moschee und kunstvoll angelegte GĂ€rten.

Nach dem Roten Fort suchten wir die nur 500 Meter westlich gelegene Jami Masjid auf. Der Weg war gesĂ€umt von Basaren auf denen reger Handel herrschte (zu sehen im Video). Auch eine Jami Masjid existiert in Delhi wie auch in Agra. Die AusfĂŒhrung in Delhi fĂ€llt jedoch weitaus grĂ¶ĂŸer aus. Die rot-weiße Jami Masjid ist Indiens grĂ¶ĂŸte Moschee und wurde zwischen 1650 und 1656 erbaut. Wir als Nicht-Muslime mussten allerdings vor dem Torbogen warten bis die Gebetszeit vorĂŒber war. Eintritt (200 Rupien, knapp 4€) mussten wir nur fĂŒr unsere Kameras bezahlen. Der Innenhof kam mir gigantisch vor, 25.000 GlĂ€ubige sollen darin Platz finden.

Auf dem Weg vom “alten” Delhi nach Neu-Delhi legten wir eine kurze Mittagspause ein. Dann besichtigten wir das Regierungsviertel. Kaum fassbar: von hier aus werden 1,1 Milliarden Menschen regiert. Der Mittelpunkt stellt das Rashtrapati Bhavan dar. In dem Anfang des 20. Jahrhundert erbauten Palast residiert der PrĂ€sident von Indien.

Als wir die breite Strasse abwÀrts gelaufen sind, kamen wir zum 42 Meter hohen India Gate. Dort fand eine Parade statt und Blassmusik spielte. Das 1921 erbaute Monument wurde nach dem Vorbild des Arc de Triomphe in Paris entworfen und erinnert an die im Krieg gefallenen indischen Soldaten.

Unsere finale Station war der Lotustempel. Dieser prĂ€chtige Tempel wurde vor 20 Jahren in Form einer LotusblĂŒte gebaut und erstrahlt abends im Scheinwerferlicht.

Als unser Flugzeug pĂŒnktlich kurz nach 21:00 vom Indira Gandhi International Airport abhob, war der Himmel absolut wolkenlos. So konnte man sehen, wie weit sich die Metropole Delhi erstreckt. Es dauerte eine ganze Weile bis wir die Lichter der Stadt hinter uns gelassen haben. Ohne VerspĂ€tung setzte der Airbus A320 um 23:30 wieder im 1.800 Kilometer entfernten Bangalore auf.

Agra

Mit knapp zwei Stunden VerspĂ€tung hob unser Flugzeug am Freitag um etwa 21:00 in Bangalore ab. Nach zweieinhalb Stunden Flug gen Norden landete unser Airbus A320 der Fluggesellschaft Indigo in Delhi. Vom Flughafen aus ließen Mareike und ich uns von einem Taxi zum Bahnhof bringen, um von dort aus die Weiterreise nach Agra zu organisieren. Ein Zug wĂ€re erst um 5:00 morgens gefahren, ein Bus um 1:00 war bereits voll, so entschieden wir fĂŒr zwei Tage ein Taxi zumieten.

PĂŒnktlich um 6:00 standen wir auf einem Parkplatz in Agra, einer 1,3-Millionen-Stadt im Bundesstaat Uttar Pradesh. Von dort aus mussten wir laufen, da der weitere Weg fĂŒr motorgetriebene Fahrzeuge gesperrt war. Das galt ĂŒbrigens auch fĂŒr den Luftraum, dort wurde Flugverbot erlassen.

Wir passierten patroullierende Soldaten und schließlich den Ticketschalter: “Indian citizen: 20 Rs, Foreigners: 750Rs”. Da wir doch nicht ganz indisch aussehen, lösten wir die teureren Tickets zu umgerechnet je knapp 15€.

Nachdem wir die flughafenĂ€hnlichen Sicherheitskontrollen passiert hatten, war in etwa 200 Metern Entfernung ein riesiges Tor zu sehen. Schaute man hindurch, konnte man es bereits erkennen – da stand es nun – errichtet auf einer 100m×100m großen Marmorplattform: das Taj Mahal.

Das Taj Mahal hat all meine Erwartungen weit ĂŒbertroffen. Das 58 Meter hohe Mausoleum wirkte auf mich fast unecht, eher wie eine Filmkulisse, wie gemalt. Aber es war echt – gebaut aus weißem Marmor mit eingelassenen Edelsteinen und Halbedelsteinen. In der Sonne strahlte das Taj Mahal prĂ€chtig. Es spiegelte sich in dem lĂ€nglichen Wasserbecken, das sich im Zentrum des 18 Hektar großen Gartens befindet. Der Bau des Taj Mahal wurde kurz nach dem Tod Mumtaz Mahals, der Lieblingsfrau von Großmogul Shah Jahan, im Jahr 1631 begonnen und bis 1648 fertig gestellt. Beteiligt waren ĂŒber 20.000 Handwerker und 1.000 Elefanten. Heute zĂ€hlt das Taj Mahal zu den sieben Weltwundern und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Menschheit.

Schwer viel es mir das wunderschöne Taj Mahal wieder zu verlassen. Aber wir mussten weiter, denn es gab noch vieles zu sehen in Arga. Zweieinhalb Kilometer entfernt erreichten wir das Rote Fort (zu sehen im Video), ein Festungs- und Residenzbau aus der Epoche der Mogulkaiser. Wie das Taj Mahal gehört auch das Rote Fort dem UNESCO-Weltkulturerbe an.

Der Bau des Forts begann 1565 unter Akbar dem Großen und reichte bis ins 17. Jahrhundert hinein. Die gesamte Anlage ist von einer 21 Meter hohen Mauer umgeben, deren Umfang 2,4 Kilometer betrĂ€gt und ist wie die Mehrzahl der umschlossenen GebĂ€ude, in rotem Sandstein ausgefĂŒhrt. Im Innern befinden sich reprĂ€sentative PalĂ€ste, einige Moscheen und GĂ€rten.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir das 10 Kilometer nördlich von Agra gelegene Sikandra. Dort befindet sich das Grabmal des Kaisers Akbar mitten in einem groß angelegten Garten.

Wir schlenderten ĂŒber einen großen Bazar, bevor wir zur Jama Masjid kamen. Die große Moschee wurde 1648 fĂŒr Prinzessin Jahanara Begum, wĂ€hrend der Regentschaft ihres Vaters Shah Jahan, gebaut. AuffĂ€llig sind die außergewöhnliche Kuppel und die Abwesenheit von Minaretten.

Gegen 18:00 wurde es dann dunkel und wir verließen Agra auf dem National Highway 2 in Richtung Delhi. In Mathura legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Dort konnten wir einen Blick auf den Krishna-Janma- Bhoomi-Tempel werfen. Dieser steht auf dem Geburtsplatz der Gottheit Krishna und wird zu Ehren dessen Geburtstags beleuchtet. Um 22:00 erreichten wir Delhi.