Data Operations: Wie Sie die Performance Ihrer Datenanalyse und Dashboards steigern

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Sind Sie mit der Geschwindigkeit Ihrer Datenanlyse unzufrieden? Oder haben Ihre Dashboards lange Ladezeiten? Dann können Sie bzw. Ihr Datenbank-Administrator folgenden Hinweisen nachgehen, die sich je nach Datenquelle unterscheiden können.

Allgemeine Empfehlungen zur Performance-Optimierung

Möchten Sie die Geschwindigkeit der Analyse verbessern? Dann beachten Sie folgende Punkte:

  • Benutzen Sie mehrere »kleinere« Datenquellen für individuelle Fragestellungen anstatt einer einzigen Datenquelle, die alle Fragestellungen abdecken soll.
  • Verzichten Sie auf nicht notwendige Verknüpfungen.
  • Aktivieren Sie in Tableau die Option »Referentielle Integrität voraussetzen« im »Daten«-Menü (siehe Abbildung 2.20). Wenn Sie diese Option verwenden, schließt Tableau die verknüpften Tabellen nur dann in die Datenabfrage ein, wenn sie explizit in der Ansicht verwendet wird*. Wenn Ihre Daten nicht über referentielle Integrität verfügen, sind die Abfrageergebnisse möglicherweise ungenau.
Aktivierte Option „Referentielle Integrität voraussetzen“ im „Daten“-Menü
Abbildung 2.20: Aktivierte Option »Referentielle Integrität voraussetzen« im »Daten«-Menü

* So wird beispielsweise der Umsatz anstatt mit der SQL-Abfrage SELECT SUM([Sales Amount]) FROM [Sales] S INNER JOIN [Product Catalog] P ON S.ProductID = P.ProductID lediglich mit der SQL-Abfrage SELECT SUM([Sales Amount]) FROM [Sales] ermittelt.

Empfehlungen für Performance-Optimierung bei Dateien und Cloud-Diensten

Achten Sie insbesondere beim Arbeiten mit Dateiformaten, wie Excel-, PDF- oder Textdateien, oder Daten aus Cloud-Diensten wie Google Tabellen zusätzlich auf folgende Punkte:

  • Verzichten Sie auf Vereinigungen über viele Dateien hinweg, da deren Verarbeitung sehr zeitintensiv ist.
  • Nutzen Sie einen Datenextrakt anstatt einer Live-Verbindung, falls Sie nicht mit einem schnellen Datenbanksystem arbeiten (siehe Wann sollten Sie Datenextrakte und wann Live-Verbindungen verwenden).
  • Stellen Sie sicher, dass Sie beim Erstellen des Extrakts die Option »Einzelne Tabelle« wählen, anstatt der Option »Mehrere Tabellen« (siehe Abbildung 2.21). Dadurch wird das erzeugte Extrakt zwar größer und das Erstellen des Extrakts dauert länger, das Abfragen hingegen wird um ein Vielfaches beschleunigt.
Ausgewählte Option „Einzelne Tabelle“ im „Daten extrahieren“-Dialog
Abbildung 2.21: Ausgewählte Option »Einzelne Tabelle« im »Daten extrahieren«-Dialog

Empfehlungen für Performance-Optimierung bei Datenbank-Servern

Arbeiten Sie mit Daten auf einem Datenbank-Server, wie Oracle, PostgreSQL oder Microsoft SQL Server, und möchten die Zugriffszeiten verbessern? Dann achten Sie bzw. der dafür zuständige Datenbankadministrator zusätzlich auf folgende Punkte:

  • Definieren Sie für Ihre Datenbank-Tabellen sinnvolle Index-Spalten.
  • Legen Sie für Ihre Datenbank-Tabellen Partitionen an.

Dieser Beitrag ist der dritte Teil der Data-Operations-Serie:

Teil 1: Daten für die Analyse optimal vorbereiten
Teil 2: Wann sollten Sie Datenextrakte und wann Live-Verbindungen verwenden
Teil 3: Wie Sie die Performance Ihrer Datenanalyse und Dashboards steigern

Außerdem basiert dieser Blog-Post auf einem Unterkapitel des Buches “Datenvisualisierung mit Tableau“:

Datenvisualisierung mit Tableau
  • Alexander Loth
  • Publisher: mitp
  • Edition no. 2018 (31.07.2018)
  • Broschiert: 224 pages